EU-Kommission – Verbot automatisch gesetzter Kreuze beim Onlinekauf

Mit einem Verbot von automatisch gesetzten Kreuzen beim Onlinekauf will EU-Verbraucherkommissarin Meglena Kuneva die Rechte der Kunden stärken und versteckte Zusatzangebote bei Internetkäufen verbieten. Außerdem sind ihr die Restriktionen vieler Online-Händler, mit denen Einkäufe über Ländergrenzen hinweg verhindert werden sollen, ein Dorn im Auge. Entsprechende Gesetzespakete seien bereits in Vorbereitung, kündigte Meglena Kuneva im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und auch dem Handelsblatt an.

Künftig soll es verboten sein, Kunden mit automatisch gesetzten Kreuzchen Extraangebote unterzuschieben. Bereits Anfang Oktober soll das Gesetzespaket dem EU-Parlament vorgelegt werden. Zudem sollen Onlinehändler zum Abbau von Restriktionen beim Einkauf aus dem Ausland gezwungen werden. Ihrer Meinung nach sei es inakzeptabel, dass Anbieter verhinderten, dass ihre Produkte billiger im Ausland gekauft werden könnten.

Es könne nicht sein, dass nur die Wirtschaft vom EU-Binnenmarkt profitiere, führte die EU-Verbraucherkommissarin an und verwies auf die gängige Praxis, dass beispielsweise Onlinekunden mit deutscher IP-Adresse per Zwangsumleitung der Einkauf im Web in Großbritannienen oder Frankreich verwehrt würde. Auch beim Bezahlen mit deutscher Kreditkarte gebe es solche Hürden. Hierzu laufe eine Untersuchung der EU, im kommenden Jahr könne ein Gesetzentwurf folgen.

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