Gegen den Linkhandel – Google straft Blogger ab

Welche Folgen könnte Googles Vorgehen haben?

Diese beiden Hypothesen haben durchaus ihren Charme, und sicherlich wird die Entwicklung in diese Richtung laufen. Googles Vorgehen könnte aber auch weitere Folgen haben: Dass der Textlink-Handel einschneidend verhindert wird, daran wird sicherlich nicht einmal Google glauben. Vielmehr werden sich die Geschäftspartner dort treffen, wo Google nicht hinschauen kann, nämlich in der Heimlichkeit, wo sowieso schon alles versammelt ist, was irgendwie verboten ist. Einerseits werden künftig bezahlte Textlinks nicht mehr als Werbung gekenngezeichnet, die Grenze zum redaktionellen Teil verschwindet zum Nachteil des Verbrauchers ganz. Andererseits werden die Preise wie für jedes nachgefragte Schmuggelgut steigen, da Risiken vorzugsweise monetär abgesichert werden. Aber höchstwahrscheinlich hat Google beides einkalkuliert.

Gefahr droht Bloggern, die einen gekauften Textlink nicht als Werbung kennzeichnen und dabei zu nachlässig oder zu offensichtlich vorgehen, von ganz anderer Seite: Sie werden Ziel von Abmahnanwälten, denn die werden sich eine solche Chance nicht entgehen lassen, einen nicht gekennzeichneten Werbelink mit einer Kostennote zu bedenken.

Die nächsten Monate werden sicherlich spannend (und für Netizens mit grimmigem Humor ganz bestimmt nicht ohne unfreiwillige Komik) sein.

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