SEO Mitbewerberanalyse – Teil 1 Die Voranalyse

In der Wirtschaft gilt der Grundsatz, dass man die Produkte und Preise seiner Konkurrenten genau kennen muss,um diese übertreffen zu können. Um aber Ihre Mitbewerber im Internet zu erkennen, müssen Sie erst wissen, was diese überhaupt zu Ihrer Konkurrenz macht. Nicht jeder Ihrer bisherigen Konkurrenten ist auch ein Online-Mitbewerber. Jeder Ihrer Konkurrenten kann mit Hilfe des Internets andere Ziele verfolgen.

Dazu sollte man sich folgende Fragen stellen:

· Wer sind Ihre bekannten Mitbewerber?

· Warum erscheinen diese vor Ihnen in den Suchergebnissen?

· Wo liegen deren Stärken und wo liegen deren Schwächen?

· Wo gibt es besonders hohen Konkurrenzdruck und wo evtl. Nischen?

· Welche Nachfragetrends lassen sich unter Berücksichtigung des Online-Wettbewerberportfolios für Ihren Bereich ableiten?

Eine Analyse der Schwächen und Fehler anderer kann dazu beitragen, diese selbst zu vermeiden. Genaue Kenntnisse über Ihre Mitbewerber entscheiden – gerade in schwierigen konjunkturellen Zeiten – über den langfristigen Markterfolg.

Aufgrund der umfangreichen Recherchen und Analysen gliedert sich dieser Artikel in vier wesentliche Bereiche auf:

Teil 1 Befasst sich mit der Voranalyse

Teil 2 Definition Mitbewerber

Teil 3 Portfolio Mitbewerber (Stärken & Schwächen + PDF)

Teil 4 Praktische Hinweise & Zusammenfassung (Nur Slideshare)

1. Präanalyse und Zieldefinition
Ihr Webauftritt bietet zahlreiche Möglichkeiten der Suchmaschinenoptimierung. Daher sollte zunächst geklärt werden, welche Ziele Sie mit der Optimierung Ihres Online-Auftrittes verfolgen möchten. Wesentlich dabei ist die Erfassung von kunden-, produkt- und branchenspezifischen Zielen:

Potenzielle Ziele können sein:

· Steigerung der Relevanz einer Webseite für Suchende
· Bessere Rankings
· Traffic-Steigerung
· Umsatzerhöhung durch Traffic-Steigerung
· Kundengewinnung bzw. Kundenbindung
· Lead-Generierung
· Durch Werbeaktionen erzielte Einnahmen
· Interaktion mit Kunden (Kunden-Bewertungen)
· Branding / Image / Reputation / Bekanntheitsgrad aufbauen usw..

Erfolgversprechend sind messbare Ziele, die nach dem „SMART“-Prinzip gesetzt werden:
spezifisch – messbar – attraktiv – realistisch – terminbezogen

·Spezifisch bedeutet unmissverständlich

·Messbar bedeutet die Verwendung von Maßzahlen (KPIs wie Sichtbarkeitsindex)

·Attraktiv bedeutet positive oder optimistische Zielbeschreibung

·Realistisch bedeutet Zielerreichung durch die vorhandenen Produktionsmittel oder Ressourcen

·Terminiert bedeutet eine feste Zeitangabe zur Zielerreichung

Wie sieht das konkret aus? Ein Beispiel für SMART-formulierte Ziele:

Im Bereich der Suchmaschinen-Optimierungen basiert eine Wettbewerbsanalyse auf dem Fundament der strategischen Schlüsselwörter. Hier teilen sich Ihre Konkurrenten in direkte und nicht direkte, in starke oder schwache, in kommerzielle oder nicht-kommerzielle, in b2b- oder b2c-Mitbewerber auf. Daher ist es wichtig, im Zusammenhang mit der Zieldefinition folgenden Punkte klar aufzuweisen, damit daraus ableitend die strategischen Keywords bestimmt werden.

1. Wer ist die Zielgruppe? (Alter, sozialer Status, Bildungsstatus, Geschlecht usw…)
Die Bedürfnisse und Wertvorstellungen der Zielgruppe(n) zu kennen, kann immense Vorteile gegenüber den Mitbewerbern bieten. Nur wer die Zielgruppe kennt, kann seine Produkte gezielt platzieren. Achtung: Online-Zielgruppen können sich von ihren klassischen Zielgruppen in den Offline-Märkten deutlich unterscheiden. Suchmaschinen erkennen z.B. anhand des Suchverhaltens und der Suchbegriffe, in welchen Bereichen und Regionen besonders hohen Online-Nachfrage existiert. Sie bewerten websites danach, wie sie diese Bedürfnisse am besten bedienen. Aus dem eigenen Ranking und dem der Mitbewerber lassen sich also auch Rückschlüsse auf die Online-Potenziale schließen und wie gut sie bereits abgedeckt sind oder eben noch nicht. So können Sie nicht nur einschätzen, welches Ihrer Produkte sich am besten verkauft, sondern auch in Zukunft mit herausragenden Leistungsmerkmalen brillieren und die im Internet vorhandenen Zielgruppen und Märkte optimal addressieren (Stichwort: USP – „Unique Selling Point“).

Für eine Zielgruppenanalyse können zahlreiche Studien herangezogen werden:

· http://www.bitkom.org
· http://www.linklover.de/studien/ (Studien zum Thema Internet und E-Business)
· http://www.socialbakers.com/(umfangreichste Facebook-Statistiken)
· http://www.marketingcharts.com
· http://www.ard-zdf-onlinestudie.de
· http://www.full-value-of-search.de

2. Ist Ihr Internetauftritt markt- und zielgruppengerecht?
Wenn Sie Ihre Kunden bzw. Ihre Zielgruppe genau kennen, sollten Sie in jedem Fall eine auf Ihre Kunden angepasste Webseite haben.
Beispiele: Richten Sich Ihre Seiten an Kunden aus dem B2B-Bereich, dann brauchen Sie empfiehlt sich z.B. eine in Form und Farbe einheitliche Gestaltung der verschiedenen Webseiten.
Seiten, die ein jüngeres Zielpublikum ansprechen, sollten sich auf die Integration von sozialen Netzwerken konzentrieren und die Interaktion mit den Usern im Auge behalten. Je nachdem, aus welchen Merkmalen sich Ihre Zielgruppe(n) zusammensetzt, sollte der eigene Webauftritt die Bedürfnisse der Nutzer so gut wie möglich abdecken.

3. Was ist der USP des Unternehmens?
Mit welchen Produktportfolios heben Sie sich von der Masse ab? Wie exklusiv ist Ihre Marke? Gibt es einen Wiedererkennungswert? Wie bzw. wodurch heben Sie sich vom Wettbewerb ab? Sind Ihre Preise konkurrenzfähig? (Online-Marketing-Maßnahmen)

4. Unterliegt der Markt Schwankungen (Wenn ja, welchen?)
Haben Sie Produkte, die sich nur im Sommer verkaufen lassen (Eis, Sonnencreme, Bademode usw.)? Was passiert mit den Produkten im Winter? Wie begegnen Sie z.B. saisonalen Schwankungen (Ausverkauf, Sales…)?

Aus den oben genannten Punkten ergeben sich nun die für Sie optimalen (u.U. saisonal abhängigen) strategischen Keywords.

Hinweis: Keyword-Recherchen sind unbedingt notwendig, um eine Strategie zu entwickeln. Sie sind der wichtigste Schritt überhaupt, wenn Sie das gesamte Potenzial Ihrer Webseite in den Suchmaschinen ausschöpfen möchten. Die Keyword-Analyse ist zunächst zeitaufwändig, aber Grundvoraussetzung für eine nachhaltige Suchmaschinenoptimierung. Oft bringt Ihnen die Keyword Analyse einen vollkommen neue Sicht über Ihre Zielgruppe, da sie die reale Nachfragesituation in den Suchmaschinenmärkten widerspiegelt.

Anmerkung:
Um die Keyword-Basis zu erweitern bzw. zu optimieren empfehlen wir, dass die Synergie-Effekte zwischen SEA und SEO genutzt und die relevanten Keywords zur weiteren Optimierung identifiziert werden.

Überprüfen Sie nun die neuen Keywords mit denen, für die schon Rankings bestehen. Und identifizieren Sie Ihre aktuellen Keywords/Keywordsets. (Anzahl & Positionen)? Bedienen Sie sich dabei bei der Online-Marketing-Tools von Searchmetris oder Sistrix. Je nach dem, welche Qualität die Keywords haben, kann die Sichtbarkeit Ihrer Seite erheblich gesteigert werden, wenn Sie mit suchvolumenstarken Keywords auf guten Positionen zu finden sind (i.d. Regel sind das die Positionen von 1 bis 5).

Exkurs: Die Suchmaschinensichtbarkeit ist eine Kennzahl (KPI), welche die Sichtbarkeit einer Domain/Webseite in den SERPs (Suchergebnisseiten) von Google widerspiegelt. Dabei berücksichtigt werden unter anderem Suchvolumen und Positionen der rankenden Keywords. D.h. wie häufig taucht eine Webseite unter hochfrequentierten Keywords in den Top100 bei Google auf? Diese Zahl wird dann als KPI-Wert (also als Sichtbarkeit) ausgegeben.

Hinweis: Die Webmaster Tools von Google geben ebenfalls Aufschluss über Ihre derzeitigen Keywords

Im Optimalfall haben Sie suchvolumenstarke Keywords mit einem niedrigen Wettbewerb. Und neue Produkte oder Marken im Sortiment bringen zusätzliche Suchbegriffe bzw. Keywords mit sich.

Fazit
Was möchten Sie mit Ihrer Webseite erreichen? Welche Produkte bieten Sie an und wie kann dabei die eigene Webseite u.a. als umsatzbringendes Online-Instrument eingesetzt werden? Welche Ziele haben Sie definiert? Die Zieldefinition ist neben der Keywordrecherche einer der wichtigsten Aspekte im Online-Marketing-Bereich. Nur wenn klare Ziele vorliegen, können spezifische Maßnahmen zu deren Erreichung unternommen werden.

Ziele können dabei die Steigerung der Sichtbarkeit, des Traffics über Google, eines besseren Rankings in den Suchergebnisseiten (SERPs) von Google oder Bing, die Absatzsteigerung durch mehr Conversions, Erhöhung der Klickraten auf Ihre Suchergebnisse oder die Generierung von Leads sein.

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