Suchmaschinen(marketing) als Faktor der Marktstabilität?

Suchmaschinen(marketing und -optimierung) haben sich in den letzten Jahren als Hauptstützen der gesamte Webentwicklung erwiesen. Die wichtigste Rolle spielten hier die Paid Listings (SEM), durch die sich – gefüllte Kriegskasse vorausgesetzt – mit Geschick und Kenntnis planbarer Traffic auf die Seite und entsprechende Performance in die Bücher zaubern ließ. Jetzt ist der weltweite Gesamtkommerz ins globale Jammertal gerutscht, und auch die digitale Wirtschaft muss Federn lassen. Die Frage ist: Wie viele?

Speziell dem Suchmaschinenmarketing wird eine gewisse Resistenz gegenüber der Wirtschaftskrise attestiert, auf die auch Prof. Monse vom ECIN anhand der US-Zahlen (besonders jenen, die emarketer.com für den Gesamtbereich E-Commerce von sich gibt) verweist: trotz sinkender Tendenz 2008 erreichte E-Commerce immerhin noch ein Wachstum von 21,4 Prozent – im Gegensatz zu 29,5 Prozent 2007 ist der Rückgang trotz zweistelligem Endergebnis sehr empfindlich, auch wenn für SEM erwartet wird, ein wenig über dem Gesamtdurchschnitt des E-Commerce zu liegen.

Es ist aber kaum vorstellbar, dass man im SEM in den nächsten Jahren auf einer Insel der Glückseligen sitzen wird, während ringsherum die “Realwirtschaft” in die Knie geht. Wenn man emarketer.com glauben darf, dann wird E-Commerce in den nächsten vier Jahren sogar Mühe haben, zweistellige Wachstumszahlen an den Tag zu legen. Für dieses Jahr werden knapp 15 Prozent Wachstum prognostiziert, bis 2013 erwartet David Hallermann von emarketer.com ein Abwärtsdümpeln auf gerade noch 10 Prozent. Abgesehen von einem Ausreißer 2012, wenn US-Wahl- und olympiagetrieben 13,7 Prozent erwartet werden, ist wahrscheinlich sogar ein zweistelliges Ergebnis in Gefahr.

Ein persönlicher Blick in die Glaskugel: Trotz der momentanen negativen Trends für die nächsten Jahre gibt es auch einige positive Entwicklungen, auf die sich Agenturen und Anbieter von SEO und SEM freuen können:

Wer im Internet erfolgreich verkaufen will, kommt um Präsenz in Suchmaschinen nicht herum.
SEM- und SEO-Budgets werden künftig bei mehr Unternehmen einen festen Kostenblock in ihrer Kalkulation einnehmen.
Um zu überleben, müssen Unternehmen den Traffic ihrer Website pflegen – das Mittel der Wahl ist SEM.
Perspektivenwechsel: SEM und SEO sind zwar Kinder des Marketings, aber diese Werbeformen sollten nicht (nur) als Marketinginstrument, sondern durch ihre Performance-Komponente als Vertriebsinstrument betrachtet werden.
Manche Werbetreibende werden gut beraten sein, den Branding-Effekt des SEM nicht zu unterschätzen.

Tweet about this on TwitterShare on Google+Pin on PinterestShare on StumbleUponShare on RedditShare on LinkedInShare on Facebook

,

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

*