(Update) Chrome – Googles neuer Browser will an die Nutzerinhalte

Unter Punkt 11.1 heißt es: Durch das Übermitteln, Einstellen oder Anzeigen von Inhalten erteilen Sie Google eine unbefristete, unwiderrufliche, weltweit gültige, unentgeltliche und nicht exklusive Lizenz zum Vervielfältigen, Anpassen, Modifizieren, Übersetzen, Veröffentlichen, zum öffentlichen Darstellen und Anzeigen sowie zum Vertreiben sämtlicher mithilfe der Services übermittelten, eingestellten oder angezeigten Inhalte. Diese Lizenz dient einzig dem Zweck, Google das Anzeigen, Vertreiben und Bewerben der Services zu ermöglichen, und kann gemäß den sonstigen Bedingungen des jeweiligen Service jederzeit wieder entzogen werden.

Noch besser ist Punkt 11.2: Sie erkennen an, dass diese Lizenz Google dazu berechtigt, die Inhalte anderen Unternehmen, Organisationen oder Personen zugänglich zu machen, die mit Google zum Zweck der Bereitstellung syndizierter Services zusammenarbeiten, sowie die Inhalte im Rahmen der Bereitstellung solcher Services zu nutzen.

Den Vogel schießen aber die nächsten zwei Punkte ab, in denen Google für sich den Freifahrtschein beansprucht, alles, was über den Browser übermittelt wird, für sich und seine Services nutzen zu dürfen und sich auch noch die Versicherung abholt, dass der User über alle erforderlichen Rechte, Befugnisse und Vollmachten verfügt, die weiter oben genannte Lizenz zu vergeben.

Seien wir doch mal ehrlich, auch Adobe hat das mit seiner Online-Bildbearbeitung versucht, ruderte jedoch sofort zurück. Bestimmt wird auch Google schnell von der Nutzerschar daran erinnert, dass man doch eigentlich nicht böse sein wolle.

Update: Dass man wohl doch etwas zu weit ging, schien inzwischen das Hauptquartier in Mountain View eingesehen zu haben, zumindest umfasst Punkt 11 in der US-Version der EULA nur den lapidaren Satz “You retain copyright and any other rights you already hold in Content which you submit, post or display on or through, the Services.” Mal sehen, wie lange die Leitung ist, auf der der deutsche Ableger sitzt, um einen rechtlichen Reality Check durchzuführen.

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