Webmastertools-Vergleich Teil 2 – die Berichte von Google, Bing und Yandex

Im ersten Teil meines Webmastertools-Vergleich haben wir die unterschiedlichen Einstellungsmöglichkeiten zur Site-Konfiguration kennengelernt. Dieser zweite Teil widmet sich dem wichtigen Bereich der Berichte und Daten.

Die Berichte und Daten
Google stellt seine Berichte vor allem unter dem Menüpunkt „Zugriffe“ zur Verfügung: der organische Suchanfragenreport zeigt nicht nur, auf welche Suchbegriffe man in der Suche rankt, sondern wie viele Impressionen und Klicks Google im entsprechenden Zeitraum erfasst hat. Das Ganze funktioniert nach Keywords oder nach URLs sortiert und kann zum Beispiel auch ausschließlich für die mobile Websuche gefiltert werden. Der zeitliche Verlauf der Daten wird auch grafisch veranschaulicht. Leider rundet Google diese Zahlen. Trotzdem kann mithilfe dieser Berichte Nutzen für die Optimierung der Beschreibungstexte (Descriptions) gezogen werden.

Bings Bericht zur „Websiteaktivität”:

Anders als Google bietet Bing interessante Vergleichsmöglichkeiten, z.B. Suchergebnisklicks mit Anzahl der Crawlings. Hilfreich ist auch die Großzügigkeit Bings, den Verlauf über größere Zeiträume zu betrachten (Google beschränkt die Daten auf knapp drei Monate). Bing liefert diese Daten auch in ansprechender tabellarischer Form und für jedes gefundene Keyword einzeln inklusive Trendpfeile und Rankings.

Yandex konzentriert sich in der Darstellung der Daten vor allem auf tabellarische Übersichten, die man jedoch sehr differenziert nach Clicks, CTR, durchschnittliche Rankingposition etc. auswählen kann. Grafische Verläufe zeigt Yandex außerdem für jedes Keyword einzeln an. Einzigartig ist bei Yandex allerdings, dass man unter „My Searches/Settings“ je Site bis zu 500 eigene Suchbegriffe eingeben kann. Yandex berücksichtigt sie einmal wöchentlich in den oben erwähnten Berichtstabellen inkl. deren Rankings!

Allen drei Webmastertools gemeinsam sind zudem ausführliche

Backlinkberichte
Google sortiert die erfassten eingehenden Links entweder nach Domänen oder nach den eigenen Zielseiten, allerdings nur mit den Summen. Bing liefert leider nur eine Grafik mit dem Verlauf der ermittelten Gesamtanzahl an Backlinks und ist daher wenig informativ. Immerhin steckt unter dem Menüpunkt „Diagnosetools“ noch ein Tool, mit dem man die eingehenden Links zu einer bestimmten Zielseite anzeigen lassen kann. Schön bei Yandex ist, dass die Links in einer Art Suchergebnisvorschau präsentiert und die Listen zusätzlich über ein URL-Eingabefeld durchsucht werden können. Leider verzichtet Yandex darauf, auch die Summe der gefunden Backlinks je Domain anzuzeigen. Insgesamt lässt jedoch gerade dieser Bereich bei allen drei Webmastertools noch Wünsche offen: besonders hilfreich wäre eine Angabe zur Bewertung des jeweiligen Backlinks im Sinne der Relevanz und wann er von den Bots entdeckt wurde. Nur Google liefert Letzteres allerdings nur im CSV-Export.

Sonstige Spezialberichte
SEO-Tipps: Google (unter „Optimization“) und Bing (siehe „SEO-Berichte“) helfen, grundlegende Fehler im HTML-Aufbau aufzuspüren, wobei Bing etwas ausführlicher ist und z.B. auch Probleme mit dem h1-Tag aufführt. Außerdem gibt Bing Hinweise zum „Schweregrad“ der Fehler, was bei der Priorisierung der SEO-Bereinigung sehr hilfreich ist und auch Einblicke in Bings Rankingalgorithmus gibt. Google trumpft hierfür mit seinen Spezialauswertungen zu den proprietären google +1 und Autorenstatistiken (unter dem Menüpunkt „Google Labs“) auf. Yandex hat hier leider nichts Vergleichbares zu bieten.

Der dritte und letzte Teil dieser Blogreihe wird auf interessante Diagnosetools eingehen. Außerdem gibt es einen abschließenden Feature-Vergleich.

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