Trend für 2010: Retargeting und Nutzerzentrierung
Retargeting bietet zwei große Vorteile: Es kann den Abverkauf in einem Online-Shop immens erhöhen und gleichzeitig die Kundenbindung optimieren. Nicht nur Shop-Betreiber haben das erkannt - auch Google will dieses Instrument künftig stärker nutzen.
Retargeting ist das erneute, zielgerichtete Ansprechen von Nutzern: Wenn ein Kunde bereits in Kontakt mit einer Website war, könnte er mit neuen Angeboten angesprochen werden, die seinen vorherigen Besuch ergänzen. Dies muss allerdings nicht zwingend bei einem neuerlichen Besuch des Nutzers innerhalb des Shops selbst geschehen, sondern auch auf themenaffinen Seiten, die der User ansteuert. Dort werden ihm Angebote der vorher besuchten Seite erneut unterbreitet.
Die technischen Hürden dafür sind nicht sehr hoch: Über ein Cookie wird der jeweilige Nutzer identifiziert. Der Adserver erkennt diesen Nutzer innerhalb der Lebensspanne des Cookies üblicherweise 30 Tage wieder und verknüpft die Inhalte der Shopseiten seines letzten Besuchs. Informationen zu den dort betrachteten Produkten werden aus der Datenbank abgefragt und zu neuen, individuellen Werbemitteln zusammengestellt.
Das Beispiel eines Kunden, der die Produkte auf einer Webseite sieht, die Seite wieder verlässt und auf einer anderen Seite des vorher betrachteten Produkts noch einmal ansichtig wird, ist sicherlich etwas plakativ und eindimensional formuliert. Einsatzmöglichkeiten müssen sich an den Strategien der erneuten Kontaktaufnahme mit dem Nutzer bzw. Kunden messen lassen.
Moderne Online-Marketingkampagnenlösungen wie mo|re von komdat.com betten Retargeting in ein langfristiges und breiter gefächertes Konzept ein: Hier wird die Online-Marketingkampagne über unterschiedliche Kanäle und Instrumente geplant und gesteuert, indem Produktdaten zu verschiedenen Werbemitteln in Text und Bild verarbeitet werden und mit den Nutzerinformationen aus den Shops zu einem sinnvollen Werbemitteleinsatz kombiniert werden.
Dabei kann Retargeting helfen, den Kreis schließen: User, die durch andere Kanäle und Instrumente wie beispielsweise Suchmaschinenmarketing oder Bannerkampagnen auf Affiliate-Seiten in einen Shop gelangten und noch unschlüssig wieder verließen, können an anderer Stelle wieder aufgefangen werden. Oft reicht schon ein Hinweis aus, um wieder an ein Angebot erinnert zu werden. Wieder andere User benötigen eine Bestätigung, dass ein Angebot seriös ist, bevor sie zugreifen diese Seriösität wird durch die erneut gesehene Werbung an anderer Stelle im Internet bestätigt.
Auch Google hat die Zeichen der Zeit erkannt und kaufte mit dem kalifornischen Softwareunternehmen Teracent Know-how für nutzerzentrierte Werbung. Damit holt sich der Internetdienstleister Know-how für Display-Werbung in sein Werbenetzwerk und die DoubleClick-Angebote eingebunden werden. Teracent, das 2006 in Kalifornien gegründet wurde, entwickelte eine Technik, bei der Werbeeinblendungen je nach Standort und Sprache des Internetnutzers, der sie zu sehen bekommt, in Echtzeit aus einzelnen vorgefertigten Elementen zusammengesetzt wird und dazu einzelne Produkte hervorhebt.
Diese Technik, wie sie durch mo|re von komdat.com und nun auch durch Google repräsentiert wird, bietet künftig viel Potenzial als Ergänzung zu Online-Marketingmaßnahmen. Denn sie sorgt dafür, dass ein User und die potenzielle Transaktion, die er mit sich bringt, nicht als etwas singuläres begriffen wird, sondern als eine langfristige Methode, die auf Dauer angelegt werden muss und die zudem die Erfolge vorgelagerter Online-Werbekampagnen vergrößert.
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